Apolakkia im Griechenland-Lexikon
Ein Stück richtig wilde Landschaft erlebt man an der Küste zwischen Apolakkia und Kattavia.
Hier laden oftmals leere Sandstrände, Dünen und ein niedriges Gestrüpp auf steinigem Boden
zum Verweilen ein. Man fühlt sich hier im touristischen Niemandsland, sodass man hier das
Meer und die Landschaft genießen kann. Allerdings muss man dafür bereit sein, auf Komfort
zu verzichten. In diesem Bergdorf leben rund 600 Einwohner und wird so ganz langsam von
immer mehr Touristen entdeckt. Allerdings geht hier der Alltag noch ganz beschaulich seinen
Gang. Die Menschen leben überwiegend durch den Anbau von Getreide sowie von Wasser-
und Honigmelonen. Meist sind es Stammgäste, die hier regelmäßig ihren Urlaub verbringen.
Sie wohnen schon seit Jahren bei ein und demselben Wirt, in ein und demselben Zimmer und
wollen es auch nicht anders. Luxus darf man hier aber an keiner Stelle erwarten, denn der
Strand ist steinig und drei Kilometer entfernt. Legt man aber wert darauf, Land und Leute
richtig kennen zu lernen, ist man hier genau richtig. In den kleinen Tavernen, die einfache
griechische Gerichte anbieten, kann man sich gut kennen lernen. Besichtigen sollte man hier
unbedingt die Agios Georgios o Wardas. Rund vier Kilometer vom Ort entfernt liegt dieses
einschiffige Kirchlein, ganz romantisch auf einer Lichtung. Die Fresken, die sich in der
Kirche befinden, sind die ältesten von ganz Rhodos und stammen, ebenso wie die Kirche
selbst, aus dem 13. Jahrhundert. Gezeigt werden hier einige Stationen aus dem Leben Christi.
Einen Besuch wert ist auch das Agios Pavlos, ein verlassenes Kloster. Es bietet einen
beeindruckenden Blick au die schnurgeraden Getreidefelder. Das Kloster wurde seit Jahren
immer wieder zweckentfremdet. Im Zweiten Weltkrieg als Waffenkammer und sogar ein
Schweinestall war hier schon mal untergebracht.



