Korinth im Griechenland-Lexikon
Korinth ist eine Stadt in Griechenland, in der rund 36.000 Einwohner leben. Sie ist die
zweitgrößte Stadt des Peloponnes und wird von den Lechaio-, Kalamaki-, Loutraki- und den
Geraneia-Bergen und den südlichen Bergen umgeben. Athen ist rund 78 Kilometer von
Korinth entfernt und ist in jedem Fall ein Besuch wert. Korinth gibt es schon sehr lange, denn
es war wahrscheinlich schon während der Bronzezeit der Sitz einer mykenischen Palast-Stadt.
Der Mythologie nach ist Sisyphos der Anfang einer ganzen Reihe von Königen in Korinth.
Die Stadt wurde etwa im 10. Jahrhundert v. Chr. von den Doriern gegründet und verfügte
über einen Reichtum, dem die Stadt dem Verkehr und dem Handel zu verdanken hatte.
Korinth war bis zur Mitte des 6. Jahrhunderts v. Chr. ein sehr wichtiger Exporteur von
Keramiken. Zudem war Korinth einer der wichtigsten Orte des Aphroditekults, denn der
große Tempel auf seiner Akropolis war der Aphrodite gewidmet. Einige Korinther wandert
um 730 v. Chr. aus, um neue Städte zu gründen, wie Korfu und Syrakus auf Sizilien. Im 7.
Jahrhundert v. Chr. war Korinth von den Tyrannen Kypselos und Periander besetzt. In dieser
Zeit wurden weitere Kolonisten ausgesandt, um neue Städte zu gründen. So entstanden
Poteidaia auf der Chalikidiki, Ambrankia, Apollonia und Anakotorion. Sehr bekannt unter
allen die sich für die griechische Geschichte interessieren ist auch die Schlacht von Korinth
im Jahre 390. Die Griechen beugten sich 386 dem Willen Spartas und des Perserkönigs und
akzeptierten einen allgemeinen Landfrieden. Im Jahre 1858 wurde das alte Korinth durch ein
Erdbeben völlig zerstört und ungefähr sechs Kilometer nordöstlich wieder aufgebaut. In den
letzten zwanzig Jahren wurde Korinth ein sehr bedeutendes Tourismuscenter auf Peloponnes.



