Mantineia im Griechenland-Lexikon
Vom Jahre 223 v. Chr. bis zum 2. Jahrhundert n. Chr. war Mantineia eine Polis im Arkadien
des antiken Griechenlands. Zudem war sie die ewige Gegnerin von Tegeas. Zunächst war an
dieser Stelle nur ein sehr kleiner Ort, der später mit fünf Dörfern zu einer Stadt
zusammengelegt wurde. Erwähnt wurde sie bereits im Schiffskatalog des 2. Buch der Ilias
von Homer, als Heimat von Soldaten. Im Jahre 460 v. chr. schlossen sich die Gemeinden
drum herum zur Polis Mantineia zusammen. Im Jahre 422 v. Chr. verbündete sich die Stadt
mit Athen und Argos gegen Sparta. Allerdings wurde sie in der ersten Schlacht von Mantineia
besiegt und die Spartaner nahmen um 385 v. Chr. die Stadt ein. Sie zwangen die Bewohner,
die Stadt wieder in fünf Dörfer aufzuteilen. Im Jahre 370 v. Chr. wurde Mantineia ein
Mitglied des Achaiischen Bundes und wurde wieder als Stadt gegründet. In der weiteren Zeit
gab es eine zweite Schlacht von Mantineia, bei der es jedoch keinen eindeutigen Sieger gab.
In den folgenden Jahren entwickelte sich hier eine sehr wohlhabende Stadt, die auch noch in
der römischen Kaiserzeit in voller Blüte stand. Allerdings wurde sie um 700 nach den
Slaweneinfällen von vielen Einwohnern verlassen. Heute kann man hier ein Theater aus dem
4. Jahrhundert v. Chr. besichtigen, von dem noch viele Ruine erhalten geblieben sind. Des
weiteren bestaunt man hier Überreste der Angore, zwei Stoai und eine Exedra aus
augustinischer Zeit. Befindet man sich auf dem Hügel der Panayia Goutsouli, hat man einen
wunderbaren Überblick über die bis heute fruchtbare Ebene dieser alten Stadt.



