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News vom 08.02.2010

Griechen nehmen Abstriche gern in Kauf

Wie das Handelsblatt heute auf seiner Internetpräsenz berichtet, sind die Griechen bereit, in Krisenzeiten auch Opfer zu bringen. Wenngleich auch die griechischen Gewerkschaften mit Streikaufrufen gegen das Konsolidierungsprogramm der Athener Regierung protestieren, steht die große Mehrheit der Bevölkerung hinter dem Sparkurs. Illusionen über den Ernst der Lage machen sich die Griechen aber nicht. Aus einer ganzen Reihe von Meinungsumfragen, die am Wochenende in Athen veröffentlicht wurden geht hervor, dass die Mehrzahl der Griechen glaubt, dass ihr Land Hilfe zur Bewältigung der Krise braucht. Acht von zehn Befragten sind „sehr“ oder „ziemlich besorgt“, wenn sie sich die Finanzprobleme ihres Landes näher betrachten. Griechenland drücken Schulden von inzwischen 113 Prozent vom Bruttoinlandsprodukt (BIP). Einer Umfrage des Instituts Kapa Research für die Zeitung „To Via“ zufolge halten rund zwei Drittel die harten Einschnitte, mit denen die Regierung den Haushalt in den kommenden drei Jahren droht, um so das Defizit unter die Dreiprozent–Marke zu drücken, für „unumgänglich“. Daneben sind sieben von zehn Befragten dafür, im öffentlichen Dienst Stellen zu streichen und 58 Prozent sagten, sie seien auch zu persönlichen Opfern bereit. Bei den Umfragen findet vor allem Ministerpräsident Giorgos Papandreou großen Zuspruch, denn fast zwei Drittel meinen, dass die Strategie der Regierung in die richtige Richtung gehe. Mehr als die Hälfte der Befragten vertrauen ihrem Minister. Die Gewerkschaften unterstützen jedoch Papandreous Kurs nicht und haben für kommenden Mittwoch zu einem Streik gegen das Sparprogramm der Regierung aufgerufen. Das Sparprogramm sieht für 2010 einen Einstellungsstopp, eine Nullrunde bei den Gehältern sowie eine Kürzung von Zulagen und Überstunden für Staatsbedienstete vor. Der Gewerkschaftsbund GSEE will daher in der kommenden Woche einen Generalstreik veranstalten. Jeder Zweite glaubt aber inzwischen, dass Griechenland die Krise nur mit ausländischer Hilfe bewältigen kann. Regierungschef Papandreou versichert weiterhin, dass man die Schwierigkeiten aus eigener Kraft meistern wird. Als mögliche Retter wurden von den Befragten, Deutschland vor der Eu und dem International Währungsfonds genannt. Die Athener Zeitung „Ta Nea“ titelte am Wochenende „Merkel und Sarkozy werfen uns den Rettungsring zu“. Berichtet wurde dann darüber, dass sich die Kanzlerin und der französische Staatschef bei ihrem Treffen in der vergangenen Woche auf Hilfen für Griechenland verständigt habe. Das dürfte auch beim EU-Sondergipfel ein Thema sein, zu dem Papandreou am Mittwoch nach Paris reist und hier mit Sarkozy zusammentrifft.

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Amtssprache: Griechisch
Hauptstadt: Athen
Staatsform: Republik
Einwohnerzahl: ~11 Mio.
Fläche: 131.957 km²
Währung: Euro
Zeitzone: UTC+2 OEZ
Kfz-Kennzeichen: GR
Internet-TLD: .gr
Telefonvorwahl: +30