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News vom 03.03.2010

Studie zur Bestechung in Griechenland

Die jüngste Studie der Organisation Transparency International, kurz TI, zeigt ganz deutlich, wie fest die Korruption Griechenland im Griff hat. Dabei stützt sich die Studie auf eine Befragung von repräsentative ausgewählten 6122 erwachsenen Bürgern. 820 von ihnen gaben an, dass man von ihnen in den letzen zwölf Monaten Bestechungsgelder von ihnen verlangt habe. Dabei scheint diese Zahl jedoch noch recht tief gegriffen zu sein, denn man muss lange Suchen, bis man in Griechenland Menschen gefunden hat, die noch nie in ihrem Leben ein Bestechungsgeld gezahlt haben. Die Korruption nimmt in keinem anderen Land in der Eurozone solche Ausmaße an, wie es in Griechenland der Fall ist. Wer hier nicht den Fahrprüfer besticht, bekommt keinen Führerschein, wer auf einen Operationstermin wartet, kann dies mit ein paar Tausend Euro beschleunigen - um nur einige Beispiele zu nennen. Ein mit Geldscheinen gefüllten Umschlag, den man dem Arzt oder dem Prüfer diskret zusteckt, nennen die Griechen „Fakelaki“. Die Griechen zahlten im vergangenen Jahr rund 787 Millionen Euro an Bestechungsgeldern, dass geht aus der Studie hervor. Dabei gilt die Korruption als einer der Gründe, warum sich Griechenland in einer so schweren Finanzkrise befindet. Durch die Bestechung wird der Wettbewerb behindert und die internationale Konkurrenzfähigkeit gemindert. Auch werden so Investoren abgeschreckt und die Steuerhinterziehung gefördert. Die Bekämpfung der Korruption ist daher auch ein Punkt, den Regierungschef Giorgos Papandreaou ganz oben auf seiner to-do-Liste hat.

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Amtssprache: Griechisch
Hauptstadt: Athen
Staatsform: Republik
Einwohnerzahl: ~11 Mio.
Fläche: 131.957 km²
Währung: Euro
Zeitzone: UTC+2 OEZ
Kfz-Kennzeichen: GR
Internet-TLD: .gr
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