News vom 13.03.2010
Streiks lähmen Griechenland
Die Griechen wollen nicht für die Krise zahlen und so legten in der vergangenen Woche zahlreiche Streiks den Verkehr in Griechenland lahm. Zudem kam es zu einer ganzen Reihe von Ausschreitungen, bei denen die Polizei sogar Tränengas gegen die Randalierer einsetzen musste.
Während der Streiks blieben Busse und U-Bahnen in den Depots und auch die Bahnhöfe der griechischen Staatsbahn blieben leer. Daneben war auch an den Flughafen alles auf Streik eingestellt und in den meisten Schulen fiel der Unterricht aus, viele Behörden blieben geschlossen. Mit landesweiten Streiks haben griechische Arbeitnehmer in der letzten Woche gegen das Sparprogramm der sozialistischen Regierung protestiert. Vor allem der öffentliche Dienst war von den Streiks betroffen. Mehrere Zahntausend Menschen zogen in Athen vor das Parlamentsgebäude und riefen in Sprechchören „Die Reichen sollen für die Krise zahlen“ und „Kein Euro für die Plutokratie“. Bei den Protesten in Athen legten nach Angaben der Gewerkschaften rund 50.000 Menschen die Arbeit nieder.
Am Rande kam es auch zu einigen Ausschreitungen, denn eine Gruppe von rund 200 vermummten Randalierern zertrümmerten in der Nähe des Athener Polytechnikums Dutzende von Schaufensterscheiben, zündeten Müllcontainer an und warfen mit Steinen nach der Polizei. Dabei wurden mehrere Beamten von ihren Motorrädern gestoßen und mit Fußtritten attackiert. Die Bereitschaftspolizei setzte dann Tränengas gegen die Randalierer ein und viele Ladenbesitzer hatten vorsorglich ihre Rollgitter vor den Geschäften herunter gelassen.



