News vom 14.04.2010
Rettungsplan für Griechenland steht
Die Finanzminister der 16 Euro-Staaten haben nun in einem weiteren Versuch, Griechenland zu retten Details eines denkbaren Hilfspaketes veröffentlicht. Die Mitgliedstaaten stellen im Bedarfsfall 30 Milliarden Euro bereit. Zudem kann Athen mit weiteren 15 Milliarden Euro rechnen, der durch den Internationalen Währungsfonds beigesteuert wird, so sagte EU-Währungskommissar Olli Rehn in Brüssel. Bislang waren rund 20 Milliarden Euro im Gespräch.
Der luxemburgische Premier Jean-Claude Juncker betont allerdings, dass es noch keinen Beschluss über die Auszahlung des Geldes gäbe. Er sagte „Es ist nun Sache der griechischen Regierung, diese Hilfe zu beantragen, anschießend muss die Euro-Gruppe einstimmig darüber befinden“. Jedoch will die griechische Regierung bisher das Rettungspaket nicht abrufen.
Währungskommissar Olli Rhen sagte weiter, dass der Zinssatz für die Hilfskredite bei einer dreijährigen Laufzeit „um 5 Prozent“ liegen werden. Damit wäre die europäische Hilfe um einiges günstiger als Geld vom normalen Kreditmarkt. Bundeskanzlerin Angela Merkel hat sich zwar konkret dagegen ausgesprochen, „Anreize“ dafür zu schaffen, die Milliarden-Hilfe anzunehmen. Deutschland müsste als größtes Mitgliedsland rund 8 Milliarden Euro beisteuern, die gleich im ersten Jahr bereitgestellt werden müssten.



