News vom 13.08.2010
West-Nil-Fieber Fälle in Griechenland
In Griechenland steigt die Zahl der Erkrankten am West-Nil-Fieber an. Inzwischen sind 32 Personen an dem sehr selten vorkommenden Virus erkrankt. Dieser kann Krankheiten wie Meningitis und Enzephalitis auslösen, so teilte es das staatliche Zentrum für Krankheitskontrolle und -prophylaxe am Donnerstag in Griechenland mit. Drei Erkrankte seinen bereits an den Folgen des West-Nil-Fiebers gestorben, hieß es. Weitere berichtete das Zentrum, dass es seit fünf Tagen aber keine neuen Todesfälle registriert habe. Derzeit werden die Personen, die an dem West-Nil-Fieber erkrankt sind, in den Krankenhäusern von Thessaloniki und Veria im Norden des Landes behandelt. Einige von ihnen konnten auch schon wieder entlassen werden.
Erst am Donnerstag dieser Woche hatte das griechische Gesundheitsministerium ein Programm angekündigt, mit dem der gefährliche tropische Virus bekämpft werden soll. Hierzu gehört u.a. das Monitoring von Enzephalitis-Fällen, eine Aufklärung der Bevölkerung und die verstärkte Kontrolle von Spenderblut. Des Weiteren sieht das Programm vor, dass in einigen Gegenden die Buschmücken, sie gelten als Übertrager der Infektion, vernichtet werden.
Verbreitet ist das West-Nil-Virus in erster Linie in den Tropen. Von zurückkehrenden Touristen wird es aber häufig in nördlichere Gebiete eingeschleppt. Zunächst befällt das Virus die Gehirn- und Schleimhäute und dann tritt Fieber auf. Die Sterberate liegt bei ca. vier Prozent. Panik muss man aber nicht bekommen, denn die meisten Menschen, die sich mit dem Virus infizieren, erkranken nur an einer sehr leichten Form oder sogar gar nicht.



