Hydra im Griechenland-Lexikon

Die Tochter der Echidna und des Typhon ist ein neunköpfiges Seeungeheuer namens Hydra. Von den neun Köpfen der riesigen Wasserschlange waren acht sterblich. Nur der mittlere Kopf war unangreifbar. Das Zuhause der Hydra waren die Sümpfe von Lerna in Argolis, so sie ihren Lebensraum der Mythologie zufolge nicht auf das Wasser beschränkte, sondern auch an Land zu gehen, um dort große Schäden anzurichten.

Herakles hatte in einem Wutanfall seine Familie ermordet und musste zur Strafe dafür zwölf Aufgaben erledigen. Eine dieser Aufgaben war die Vernichtung der Hydra. Diese Aufgabe erfüllte er mit Hilfe seines geliebten Neffen Iolaos. Er schoss brennende Pfeile auf den Schlupfwinkel der Hydra, so dass diese ihr Versteck verließ. Sie kam aus ihrer Höhle hervor und reckte dem unerschrockenen Herakles bedrohlich ihre neun Hälse entgegen. Herakles hielt sie mit all seiner Kraft fest. Hydra aber umschlang einen seiner Füße, trotzdem schlug er mit einer Keule auf die Köpfe der Hydra ein und zerschmetterte sie. Aber der Hydra wuchsen für jeden erschlagenen Kopf zwei neue nach, die noch gefährlicher wurden.

Herakles’ Neffe Iolaos eilte ihm zu Hilfe und begann, mit einer Fackel den Wald anzuzünden und brannte jeden der enthaupteten Köpfe aus, so dass keine neuen nachwachsen konnten. Herakles gelang es dann, der Hydra auch den letzten, unsterblichen Kopf abzuschlagen. Er begrub ihn und rollte einen schweren Fels über das Loch, damit er nie wieder auftauchen konnte. Den Körper der Hydra spaltete er in zwei Teile und tauchte seine Pfeile in das Gift der Schlange. Diese sorgten seither für unheilbare, tödliche Wunden bei seinen Feinden.

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