Theben im Griechenland-Lexikon

Theben ist heute ein sehr unbedeutendes Provinzstädtchen mit rund 18.000 Einwohnern. Im Laufe der Jahrhunderte litt Theben unter zahlreichen Zerstörungen, sodass es heute kaum noch bedeutende Baudenkmäler gibt. Interessant ist allerdings das örtliche Museum für Archäologie aus der Region. Allerdings war Theben in der griechischen Mythologie sehr von Bedeutung. Hier spielte sich ein großer Teil der griechischen Mythologie, vor allem die Heldensage, ab. Kadamos soll an der Stelle, an die ihn eine heilige Kuh geführt hatte, die Stadt Theben gegründet haben. Kadamos war der Sohn von Zeus und der Mondgöttin Io und heiratete hier in Theben Harmonia, die Tochter von Ares und Aphrodite. In der spätmykenischen Zeit stand hier der Palast des Kadamos, der um 1150 v. Chr. zerstört wurde. Nachgewiesen wurde eine Siedlung aus dem 13. Jahrhundert v. Chr. Im 8. und 7. Jahrhundert v. Chr. war Theben eine bedeutende Stadt und kämpfte in den Perserkriegen auf der Seite von Xerxes gegen Athen und Sparta. Im Jahre 382 v. Chr. wurde Theben von den Spartanern besetzt. Nach deren Vertreibung hatte Theben die Herrschaft über den größten Teil von Griechenland und hatte die Athener und Spartanen als Feinde. Durch die zahlreichen Kriege kam es hier zu vielen Zerstörungen, sodass nur noch wenige Bauten erhalten geblieben sind. Im Norden von Theben befindet sich ein Fränkischer Turm und Reste einer Kreuzritterburg aus dem 13. Jahrhundert. Hier findet man auch das Archäologische Museum. Auf der Akropolishöhe befand sich einst der mykenische Palast, von dem nur noch wenige völlig zusammenhangslose Mauernreste freigelegt werden konnten. Ein großes Kammergrab mit vielen Fresken wurde allerdings auf dem Kastellihügel im Jahre 1971 entdeckt.

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