Burgen im Griechenland-Lexikon

Aus der Zeit zwischen 1580 und 1100 v. Chr. stammen die stark befestigten Königssitze von Mykene und Tiryns. Die Kultur dieser Zeit wurde nach dem Fundort der Burgen als die Mykenische Kultur bekannt. Entdeckt wurden die Burgen im 19. Jahrhundert von Heinrich Schliemann.

Mykene war auf einem steil abfallenden Hügel am Rand der argolischen Ebene erbaut und bot dadurch einen natürlichen Schutz vor feindlichen Angriffen. Trotzdem wurde die Burg zusätzlich durch mächtige Mauern gesichert. Der Eingang zur Burg war das berühmte Löwentor mit einem dreieckigen Relief zweier sich an einer Säule aufrichtenden Löwen. Hinter dem Löwentor wurden die Königsgräber mit Totenmasken und Schmuck aus vierzehn Kilogramm purem Gold gefunden. Vor den Burgmauern, auf dem Weg zwischen dem heutigen Ort Mikines und der Burg Mykene befindet sich das Schatzhaus des Atreus aus dem 13. Jahrhundert v. Chr. Das Kuppelgrab ist in der Form eines Rundbaus mit einem Durchmesser von fast fünfzehn Metern und einer Kuppelhöhe von dreizehn Metern erbaut. Der Zugang ist eine 36 Meter lange und 6 Meter breite Passage, ein sogenannter Dromos. Zwei weitere Kuppelgräber befinden sich in unmittelbarer Nähe.

Die Lage der Burg von Tiryns war wesentlich ungünstiger mitten in der flachen Ebene. Um die Burg trotzdem gut zu sichern, wurde sie mit besonders mächtigen Mauern aus riesigen, vieleckigen Steinblöcken, den sogenannten Kyklopenmauern, geschützt. Die Mauern waren bis zu 725 Meter lang und 17 Meter dick.

Auf den Burgen residierten im Laufe der Zeit verschiedene Könige wie Atreus, Agamemnon und Orest sowie die Königinnen Elektra und Klytämnestra.



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