Skiathos im Griechenland-Lexikon

Wesentlich belebter als Skopelos ist die Insel Skiathos. Hier laden über siebzig kleine und große Buchten zum Baden und Entspannen ein. Der Hauptort ist sehr lebendig und verfügt über viele Tavernen und Kaffeehäuser, aber auch über Bars, Diskotheken und bunte Souvenirshops. Das Inland der Insel ist dagegen sehr ruhig und abgeschieden. Hier finden sich kleine, ursprüngliche Dörfer, Klöster und ausgedehnte Wälder. Imposant ist die mittelalterliche Inselhauptstadt Kastro, von der hauptsächlich noch 22 Kirchen und Kapellen erhalten geblieben sind.

Die Insel Skiathos ist rund 61 Quadratkilometer groß und beherbergt 4000 Einwohner. Die Insel ist recht fruchtbar und dicht bewaldet und ist eine ideale Badeinsel. Skiathos war die erste Insel, die für den Tourismus voll erschlossen wurde. Von ihrem damaligen Charme hat sie bis heute nichts verloren. Die einzige Inselortschaft ist Skiathos. Sie befindet sich an der Bucht an der Ostküste und verfügt über einen schönen Yachthafen. Hier befindet sich das Geburtshaus des bedeutenden griechischen Novellisten Alexandros Papdiamantis. Sehenswert sind des weiteren die Überreste einer pelasgischen Mauer, die sich beim Friedhof befindet. Als Badeinsel ist Skiathos besonders gut geeignet, da es hier mehr als 65 Stände gibt, die allesamt feinen Sand haben und teilweise menschenleer sind. Besonders schön ist der Sandstrand Kukunarie, der in der Bucht von Achladia, die Bucht von Mandraki und Kakaria und die Koliosbucht. Zu den einzelnen Stränden kann man sich mit einem Motorboot bringen lassen oder mit dem Auto dorthin fahren. Am Nordende der Insel befindet sich die mittelalterliche Festung Katro aus dem 14. Jahrhundert. Im Jahre 1825 wurde sie völlig aufgeben. Die ehemalige Kathedrale Christos sto kastro ist von den Trümmern am besten erhalten. Im Kloster Agios Charalambos leben bis heute noch einige wenige Mönche. Die kleine Insel hat einen eigenen Flughafen, der für seine kurze Landebahn sehr bekannt und berüchtigt ist. Neben dem Tourismus leben die Einwohner hier von dem Anbau von Oliven und Wein. Bekannt wurde die Insel auch durch die maritimen Operationen der Perserkriege. Skiathos schloss sich dem Attischen Seebund an und bliebt unter Athens Regime, bis Athen seine Unabhängigkeit verlor. Im Jahre 200 v. Chr. wurde die Stadt Skiathos von Philipp II von Makedonien völlig zerstört.



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