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Kos im Griechenland-Lexikon

Ein kleines Wort für eine imposante Insel, das ist der Name der Dodekanes-Insel Kos. Im Gegensatz zu den meisten Inseln im Mittelmeer ist Kos relativ flach und besitzt sogar die ersten Radwege Griechenlands. Die Insel verfügt über lange Sandstrände und ist ein wahres Surfer-Paradies. Direkt am Meer befindet sich auf Kos eine Thermalquelle, die Embros Therme, die insbesondere von griechischen Kurgästen besucht wird. Achtzig Grad heißes Wasser fließt hier aus einer Quelle in den Bergen bis zum Meer. Auf dem Weg dorthin sammelt es sich in einem Natursteinbecken, in dem die Kurgäste baden, um damit Rheuma und Gelenkerkrankungen zu lindern. Landschaftlich ist Kos sehr abwechslungsreich. Neben den bereits erwähnten fruchtbaren Ebenen finden sich auch karge Anhöhen, sie erheben sich aber nur auf der Südseite der Insel bis zu 850 Meter. In der Inselhauptstadt vereinen sich Bauwerke aus allen Epochen stärker, als auf vielen anderen griechischen Inseln. Der Marktplatz mit seinen Tempelresten stammt aus der antiken griechischen Zeit, während sich bereits an seinem Rand Moscheen aus der Zeit der türkischen Belagerung befinden. Fragmente aus der griechischen Klassik vereinen sich innerhalb der im Jahr 1315 von den Johannitern errichteten Hafenfestung mit solchen aus dem Hellenismus und der Römerzeit. Die Uferpromenade hingegen ist von venezianischen Gebäuden gesäumt. Auf Kos soll der bekannte Arzt Hippokrates geboren sein, dessen Eid die Mediziner noch heute abgeben, bevor sie in ihren Berufsstand eintreten. Eine Platane, unter der sich Hippokrates regelmäßig ausgeruht haben soll, befindet sich noch heute in der Stadt und zählt zu den besonderen Sehenswürdigkeiten.

Die griechische Insel Kos

Die griechische Insel Kos gehört zu den Dodekanes an der Küste von Karien. Sie ist 40 Kilometer lang und nur acht Kilometer breit und ist nur vier Kilometer von der Küste von Bodrum (Türkei) entfernt. Die südliche Hälfte von Kos ist durch ein mittelhohes Gebirge geprägt, deren höchste Erhebung der Dikeos mit 875 Metern ist. Des weiteren gibt es auf Kos sehr viel fruchtbare Ebenen und karge Anhöhen. Aus geologischer Sicht besteht Kos aus Schiefer, Kreidekalk und Tertiärschichten und hat mehrere meterdicke Lagen von quartärem vulkanischem Tuff. Auf Kos gibt es einen Flughaben, der in der Saison auch von Deutschland aus angeflogen wird. Die Einwohnerzahl von Kos kann nicht genau genannt werden, denn sie schwankt ständig zwischen 20.000 und 30.000 Menschen. Die Hauptstadt der Insel ist Kos Stadt, die auch das kulturelle Zentrum der Insel bildet. Sehenswert ist hier die Festung Neratza, die im Jahre 1315 von den Johannitern erbaut wurde. Des weiteren soll der antike Arzt Hippokrates hier geboren worden sein. Im Stadtzentrum von Kos Stadt befindet sich der „Platane des Hippokrates". Dies ist ein Traumtempel, in dem der Arzt seine Lehren verbreitet haben soll. Hier befindet sich heute auch das internationale hippokratische Institut und das Hippokrates Museum. Kos hat seit einigen Jahren eine der wenigen Marinas in Griechenland. Die Kos-Marina ist Anlaufpunkt für viele private Segler und Motoryachten. Sehr beliebte Urlaubsorte auf Kos sind Kardamena, Kefalos, Tigaki, Andimachia, Mastichari, Marmari und Pyli. Bekannt ist Kos vor allem wegen seiner langen Sandstrände und den vielen großen Hotels. Der Tourismus ist somit die Haupteinnahmequelle. Zudem wird hier intensiv die Landwirtschaft betrieben und es wird Getreide, Trauben, Mandeln, Feigen, Oliven und Tomaten angebaut.

Tipps und Hinweise für den Urlaub auf Kos

Neben Kreta und Rhodos ist Kos eines der beliebtesten Reiseziele in Griechenland. Besonders Pauschalreisende haben diese Insel für sich entdeckt, obwohl hier auch Individualtouristen voll und ganz auf ihre Kosten kommen. Auf Kos kann man sich hervorragend mit dem Inselbus fortbewegen. Er fährt von Kos Stadt aus die Orte Tigaki, Marmari, Mastihari, Kardamena und Kefalos an. Zudem gibt es auch noch einen Stadtbus, der von Lambi über Kos Stadt nach Psalidi bis nach Agios Fokas fährt. Auf Kos kann man hervorragend shoppen gehen. Es gibt viele Minimärkte, Souvenirshops und Boutiquen. Die meisten Geschäften haben von morgens acht Uhr bis in die späte Nacht geöffnet. Kleine Geschäfte machen zwischen 14 und 17 Uhr eine Mittagspause. Geht einem das Bargeld aus, kann man zwischen acht und 14 Uhr von Montag bis Freitag eine Bank aufsuchen. In Kos Stadt gibt es zudem viele Geldautomaten in der Nähe des Hafens. Zudem befinden ich in Kardamena, Marmari, Tigaki und am Flughafen Geldautomaten. In Kos Stadt gibt es sehr viele gute Ärzte aus allen Fachrichtungen. Da es ein Sozialversicherungsabkommen mit Deutschland gibt, kann man sich hier über die internationale Versicherungskarte behandeln lassen. Allerdings kann man auch vor Ort die Behandlung in bar bezahlen und bekommt die Rechnung von der Krankenkasse in Deutschland wieder ersetzt. Bei einem Unfall sollte man in jedem Fall das Krankenhaus in Kos-Stadt aufsuchen. Hier wird bei einfachen Fällen auch schnell mal kostenlos behandelt. Eine Besonderheit gibt es beim Gang auf die Toilette auf Kos. Die Abflussrohre sind hier sehr dünn, deshalb man das Toilettenpapier nicht in die Toilette werfen darf. Es würde sonst schnell zu einer Verstopfung kommen. In den öffentlichen Toiletten sowie in den Unterkünften steht immer ein Mülleimer parat.

Sehenswertes auf Kos

Wie viele andere griechischen Inseln und das griechische Festland, hat auch Kos jede Menge Sehenswürdigkeiten zu bieten. In jedem Fall einen Besuch wert ist das Asklepieion, dass ich etwa vier Kilometer südwestlich von Kos Stadt befindet. Von hier aus hat man einen atemberaubenden Blick auf die gesamte Insel und auf das tiefblaue Meer. Der Ursprung dieses ehemaligen Tempels geht auf das 4. Jahrhundert v. Chr. zurück. Der Tempel besteht aus drei Ebenen, von denen die einzelnen Terrassen über eine große Freitreppe miteinander verbunden sind. Auf der ersten Terrasse befinden sich die Gasträume, die Badeinrichtungen und ein beeindruckender Säulengang. Auf der zweiten Terrasse befand sich der alte Altar des Apollon Kyparission. Auf der östlichen Seite stehen sieben Säulen des Apollontempels die wieder aufgebaut wurden. Hier befanden sich auch die Wohnungen der Priester. Die dritte Ebene beherbergte die Räume der Kranken. Heute sieht man in der Mitte noch die Reste des großen Asklepios Tempels. Eine weitere Sehenswürdigkeit ist der Mandraki-Hafen, der einer der Verkehrsknotenpunkte von Kos-Stadt ist. Von hier aus gibt es einen Fährverkehr zu vielen Inseln Griechenlands und auch in die Türkei. Am Hafen gibt es viele Straßencafes und Restaurants, die im Schatten der Bäume zu einem gemütlichen Kaffee einladen. An der Hafenpromenade kann man wunderbar bummeln gehen und den Rest von Kos-Stadt erkunden. Hier starten auch viele der Minizüge zu einer Sightseeingtour. Am Eingang des Mandraki-Hafens befindet sich die Burg Neratzia, die auch unter dem Namen Johanniter- Festung bekannt ist. Das Gelände bildete in der Antike eine kleine, vorgelagerte Insel, die mit der Hauptinsel über eine Brücke verbunden war. Bis heute ist die Brücke zu sehen.

Die Embros Therme auf Kos

Neun Kilometer von Kos Stadt entfernt liegt die bekannte Embros Therme. Von Kos-Stadt kann man mit dem Bus direkt hierher fahren. Der erste Bus fährt von Kos-Stadt um 10:30 Uhr ab und der letzte um 18:30 Uhr zurück. In der Therme gibt es eine ungefähr 80 Grad heiße Quelle, die direkt aus den Bergen kommt. Das heiße Wasser staut sich in einem ca. zehn Meter Durchmesser breitem Becken aus Natursteinen. Je nach dem wo man seinen Platz wählt, ist das Wasser unterschiedlich heiß. Teilweise fließt die Quelle auch direkt ins Meer. Das Wasser hilft nachweislich bei Hautkrankheiten, Atemwegs- und Muskelerkrankungen. Entsprechend viel ist hier auch los, weshalb auch eine Anreise mit dem Bus sehr zu empfehlen ist. Die Therme selbst besitzt nur einen sehr kleinen Parkplatz, der schon am frühen Mittag vollständig belegt ist. Zwar muss man von der Bushaltestelle zur Therme noch eine gute viertel Stunde zu Fuß über einen teilweise reicht steilen Schotterweg, ist aber dennoch sehr sinnvoll. Die Embros Therme ist ein sehr traditioneller Ort, an dem auch die Griechen zur Kur fahren. Die Therme ist vulkanischen Ursprungs und enthält sehr viel Schwefel. Ist man an der Therme angekommen, kann man sich hier einen Liegestuhl leihen oder in der Taverne ein wenig entspannen. Zudem stehen viele leckere typisch griechische Gerichte auf der Speisekarte. In der Therme selbst ist immer etwas los, während am Tage sich die Touristen hier pflegen, sind es in der Nacht die Griechen selbst. Um nach dem Bad in der Therme so richtig abzukühlen, sollte man in jedem Fall ins Meer gehen. So kommt ein Besuch in dieser Therme einem Besuch in der Sauna sehr nahe.

Kos Stadt

Kos-Stadt ist das kulturelle Zentrum der Insel Kos und hat sehr viele Sehenswürdigkeiten zu bieten. Das auffälligste Gebäude der Stadt ist die Johanniterburg, dessen erster Teil zwischen 1450 und 1478 n. Chr. erbaut wurde. Im Jahre 1480 gab es einen Angriff der Türken, sodass man von 1495 bis 1514 eine zweite Mauer baute. In den beiden Bauphasen wurden jeweils Steine des Asklepieions verwendet. So gilt das Kastell mit seinen Türmen und Bastionen sowie Zinnen als Paradebeispiel der Befestigungsarchitektur aus dieser Seit. Direkt neben dem Eingang der Burg befindet sich die Platane des Hippokrates, die mehrere hundert Jahre alt sein soll. Das Festungstor der Burg wird über eine Bogenbrücke mit dem Lozias-Platz verbunden. Der Baum ist der älteste in ganz Europa und Erzählungen zufolge soll Hippokrates unter dieser Platane seine Schüler unterrichtet haben. Die Platane soll rund 2500 Jahre alt sein. Im Norden dieser Platane befindet sich ein Brunnen, der von einem türkischen Gouverneur in Jahre 1782 erbaut wurde. Heute wird die Platane teilweise von einem Gerüst gestützt, da sie sonst umfallen würde. Des weiteren einen Besuch wert sind die diversen Ausgrabungsstätten sowie die Altstadt von Kos-Stadt. Die kleinen Geschäfte laden hier fast rund um die Uhr zum Shoppen ein. Auch am Abend ist hier viel los, besonders der Hafen ist ein großer Anziehungspunkt für jung und alt. Gute fünf Minuten Fußweg vom Hafen entfernt befindet sich ein großer Strand. Der im nördlichen Teil der Stadt gelegene Strand ist immer recht voll. Die Liegen stehen teilweise so nah zusammen, das ein Aufstehen zur Seite unmöglich ist. Ein hervorragender Strand für junge Leute oder Junggebliebene ist der Zouroudi Beach. Hier ist Party bei lauter Musik und Sportmöglichkeiten wie Wasserski und Paragliding angesagt.

Sehenswerte Orte auf Kos

Neben Kos-Stadt gibt es eine Vielzahl von wirklich interessanten Orten auf der Insel Kos. An der Nordküste befindet sich der kleine Ort Tigaki, der nur aus Geschäften, Tavernen und Hotels besteht. Im Winter ist dieser Ort nicht einmal bewohnt, dafür ist hier im Sommer umso mehr los. Hier befindet sich auch einer der schönsten Sandstrände von Kos. Von Kos-Stadt aus erreicht man diesen beschaulichen Ort mit einer direkten Busverbindung, bei der jede Stunde mindestens ein Bus fährt. Am westlichen Ende von Kos liegt Kefalos, in dem etwa 2000 ständige Einwohner leben. Von hier aus hat man einen wunderbaren Blick auf die darunter liegende Ebene sowie den Strand Limamaki. Auf einem Felsvorsprung befindet sich die weltberühmte Windmühle von Papavassilies. Der Ort ist sehr ruhig und sehr ursprünglich geblieben. Möchte man einen Einblick in das typisch griechische Leben bekommen, ist man hier genau richtig. Der Karmaristrand ist zwar nicht immer menschenleer, aber auch hier geht es recht ruhig zu. Einige gemütliche Tavernen liegen direkt am Strand und es besteht die Mögichkeit zum Wassersport. An der Südküste von Kos befindet sich das ehemals typische Fischerörtchen Kardamena. Im Laufe der Jahre kamen immer mehr Hotels und Tavernen hinzu, sodass die Ursprünglichkeit sehr verloren gegangen ist. Kardamena ist heute ein sehr lebhafter Touristenort und fest in englischer Hand. Besonders merkt man dies in der Fußgängerzone, denn hier gibt es unzählige britische Pubs. Etwas außerhalb von Kardamena gibt es seit einigen Jahren ein paar größere Hotelanlagen, die überwiegend von deutschen Touristen besucht werden. Der Sandstrand von Kardamena befindet sich direkt am Hafen und ist recht klein.

Die westlichen Ausgrabungen auf Kos

Wie auf allen anderen griechischen Insel auch, ist Kos ein Paradies für Archäologen. Das Gebiet zwischen den Strassen Pissandrou, Theokritou und Grigoriou E waren mehrere hundert Jahre lang völlig ungenutzt und wurden nicht neu bebaut. Daher blieben die alten Bauwerke in einem sehr guten Zustand bis heute enthalten. Auf dem Gebiet befinden sich zwei antike Straßen. In ost-westlicher Richtung verläuft die Decumana, die von Säulenhallen gesäumt wird und kleinere Straßen kreuzt. Die andere Straße ist die Via Cardo, die früher wahrscheinlich einmal zum Hafen führte. Auf beiden Seiten kann man alte Steinplatten bestaunen, die noch Spuren von Fahrzeugen der damaligen Zeit aufweisen. Aus der hellenistischen Zeit stammt die antike Grabungsstätte das Gymnasion. Es besteht aus einer langen Säulenhalle, deren Überreste zur Theokritou-Straße parallel verlaufen. Damals wurde die Laufbahn Xysto Dromos genannt, was Abschabe-Straße heißt. Die Sportler rieben sich hier mit Öl ein, bevor sie sich dem Wettkampf stellten. Nach dem Wettkamp kratzen sie das Öl, den Sand und den Schweiß mit metallischen Gegenständen wieder ab. Ursprünglich befanden sich hier 81 dorische Säulen, von denen man 17 wieder errichtet hat. Das Dach wurde auf der einen Seite von Säulen und auf der anderen Seite von einer Wand getragen. Während der römischen Zeit wurde westlich der Säulenreihe ein Schwimmbecken, aus einer Art Zement, errichtet. Ebenfalls einen Besuch wert sind die Westthermen, die sich zwischen dem Gymnasion und der Via Cardo befinden. Hierzu gehört ein bogenförmiges Gewölbe mit vielen Mosaiken an der Decke, die sich teilweise in einem sehr gut Zustand befinden. Die Therme wurde 469 v. Chr. durch ein großes Erdbeben zerstört.

Strände auf Kos

Auf der Insel Kos gibt es sehr viele schöne Strände wie beispielsweise der Strand Kefalos, der gute 40 Kilometer von der Hautstadt der Insel entfernt liegt. Hier ist was Wasser kristallklar und am kältesten von allen Stränden der griechischen Insel. Er ist zudem der berühmteste und einer der schönsten Strände auf Kos. Am Strand gibt es sehr viele Tavernen, die hervorragende Fischgerichte zu bieten haben. Zudem kann man hier vielen Wassersportmöglichkeiten nachgehen. Fünf Kilometer von Pyli entfernt befindet sich der endlos erscheinende Sandstrand von Marmari. Hier kann man Sonnenschirme, Liegestühle und die Ausrüstung für viele Wassersportarten mieten und es sich in vielen Tavernen, Restaurants und Cafe gut gehen lassen. Nähe Kos-Stadt befindet sich der Tigaki Strand. Er ist ebenfalls sehr beliebt, ist zudem zehn Kilometer lang und hat kristallklares Wasser. Rundherum befindet sich eine schöne Landschaft mit viel grün und vielen Blumen. In der ganzen Umgebung findet man zahlreiche Hotels, Apartments, Geschäfte, Bars, Tavernen und Cafes. Am Strand gibt es verschiedene Freizeiteinrichtungen und Möglichkeiten zum Wassersport. Drei Kilometer in nordwestliche Richtung von Antimachia befindet sich der Strand Masticharie. Der Sand ist fast weiß und das Wasser smaragdgrün. Vom Hafen des Dorfes aus kann man mit dem Schiff zur benachbarten Insel Kalymnos fahren. Direkt am Strand befinden sich viele Tavernen und Unterkünfte mit direktem Blick aufs Meer. Unbedingt besuchen sollte man den Strand Therma. Hier befindet sich eine heiße Quelle, die direkt ins Meer fließt. Das Wasser hat hier teilweise Temperaturen von 50 Grad Celsius und kommt direkt aus einem Berg. Der schwarze Sandstrand ist rund acht Kilometer von der Hauptstadt Kos entfernt. Von dort aus gibt es direkte Busverbindungen hierher.

Die Geschichte von Kos

Kos ist der Mythologie zufolge das heilige Land von Asklepios, dem Gott der Heilung. Die Insel ist bereits seit prähistorischen Zeiten bewohnt, was archäologische Funde eindeutig belegen. Vom 15. bis zum 22 Jahrhundert v. Chr. erlebte die Insel eine sehr intensive minoisch-achäische Epoche und wurde nach wenigen Jahrhunderten von den Doriern neu besiedelt. Sie gründeten die antike Stadt von Kos. Im 5. Jahrhundert eroberten die Persier die Insel. Der Vater der Medizin, Hippokrates, wurde 460 v. Chr. geboten. Die Bewohner bauten nach seinem Tode im Jahre 357 ihm zu Ehren das Asklepeion. Es diente als Krankenhaus und Erkrankte aus der ganzen Mittelmeerregion kamen hier her. Hippokrates gründete damals die erste Ärzteschule und so übten die Ärzte hier die therapeutischen Methoden von Hippokrates aus. Zu Zeiten des Peloponesischen Kriegs, 431 bis 404 v. Chr., alliierte Kos mit Athen, weshalb die Insel auch einen hohen Tribut zahlen mussten, als die Spartier im Jahre 411 v. Chr. eindrangen. Im Jahre 394 v. Chr. alliierte Kos weder mit Athen und es wurde die Demokratie auf Kos eingeführt. Charakteristisch für diese Zeit ist das enorme Wachstum von Kultur, Ausbildung und Wirtschaft. Im Jahre 335 v. chr. wurde Kos ein Teil des Makedonischen Imperiums und durch die byzantinische Periode kam der Wohlstand nach Kos. Im Jahre 1522 kam Kos schließlich unter türkische Herrschaft, die bis 1912 andauert. Im Jahre 1934 gab es ein verheerendes Erdbeben, dass fast die ganze Insel zerstörte. Im Jahre 1943 wurde Kos von den Deutschen besetzt und es begannen leidvolle Jahre für die Einheimischen. Im Jahre 1945 kam Kos dann unter die britische Schutzherrschaft und im Jahre 1948 wurde Kos mit dem neu gegründeten griechischen Staat vereinigt.

Museen und Kirchen auf Kos

Auf Kos gibt es nur ein einziges Museum und zwar das Archäologische Museum. Es befindet sich auf dem Eleftheriosplatz, mitten im Herzen der Inselhauptstadt Kos. Zu bestaunen sind hier verschiedene Artikel der archaischen, hellenistischen und römischen Zeit. Besonders interessant und schön sind die Mosaiken, die Keramiken, die Stattauen und viele weitere sehr alte Funde. Unter den Statuen befindet sich eine, die sehr wahrscheinlich Hippokrates repräsentiert. Neben diesem Museum gibt es sehr viele Kirchen, die ebenfalls sehr anschaulich die Geschichte der Insel repräsentieren. Sehr schön ist die Kirche des Heiligen Johann den Baptist. Die Kirche befindet sich in der Mitte eines Friedhofs in der Inselhauptstadt. Im 5. und 6. Jahrhundert war die Kirche eine frühchristliche Basilika mit einem Baptisterium. Heute ist es eine Friedhofkirche, die einige schöne Fresken aus dem 12. und 13. Jahrhundert zeigt. Die große Kirche von Agia Paraskevi liegt ebenfalls in der Hauptstadt von Kos und ist das Herz der Stadt. Im Innern ist sie reich geschmückt und von Außen erstrahlt sie in beige und blau. Die Kirche und die Basilika von Agos Stefanos befinden sich in dem Küstendorf von Agios Stefanos. Entdeckt wurden diese beiden schönen Gebäude im Jahre 1932 vom italienischen Archäologen Lorentzi. Datiert sind die Gebäude auf die frühchristliche Christenzeiten und zeigen bis heute sehr gut erhaltene Mosaiken. Ebenfalls einen Besuch wert ist die Kirche der Ipapandi. Diese byzantinische Kirche steht in den ruinierten Wänden der byzantinischen Festung in Pyli. Die Wände zeigen schöne Dekorationen und ausgezeichnete Ikonen und Fresken aus dem 14. Jahrhundert. Des weiteren kann man hier einen wundervollen Marmoralter auf vier Säulen bestaunen.



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